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Machen
Sie mit! |
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Welches
sind die Elemente der Landschaft und der Ortschaften, die nach Ihrer
Meinung keinesfalls verloren gehen dürfen, weil sie die Eigenart
der Gegend prägen? Wir würden
sehr gerne Ihre Meinung wissen! Wir würden
uns freuen, wenn Sie sich aktiv an der "Initiative
Baukultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal" beteiligen. |
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Im Jahr 2005 fand eine intensive Arbeitsphase zum Thema Baukultur im Welterbegebiet statt. Interessierte Bürger konnten in Arbeitsgruppen ihre Anregungen und Ideen für die Initiative Baukultur einbringen. |
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| Arbeitsgruppe 3: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit | ||||
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Arbeitsgruppe
1: Kulturlandschaft und Freiraum Die Menschheit
hinterlässt Spuren in der Landschaft auf ihrem Entwicklungsweg durch
die Zeit. Markante Einzelelemente bewahren "Erinnerungen", die in der
Landschaft liegen. Nicht das
Gestrige soll verklärend kultiviert werden. Aber der in die Vergangenheit
gerichtete Blick auf die romantische Kulturlandschaft kann den Blick
schärfen und Orientierung bieten: Welche Werte der Kulturlandschaft
des Mittelrheintales sind erhaltenswert? In Ableitung dessen ist zu
erkennen, welche lebenswerten und erlebenswerten Neuerungen der gewachsenen,
historischen Kulturlandschaft gut tun. Dabei geht es um die Sensibilisierung
für die Wertschätzung der Landschaft durch die Menschen vor Ort, aber
auch durch die Touristen und alle anderen Besucher. Die Aufgabe
der Arbeitsgruppe Kulturlandschaft und Freiraum - Historische
Elemente der Kulturlandschaft Die Protokolle der Arbeitsgruppensitzungen und weitere Dokumente finden Sie im Download-Verzeichnis
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Arbeitsgruppe
2: Architektur und Städtebau Architektur ist integraler Bestandteil regionaler Identität, die sich in einem Bewusstsein für eine Region, für die Besonderheiten von Natur und umbauter Natur, in einem Gefühl von Heimat äußert. Unbestritten sind historische Gebäude, Ensembles und Stadtanlagen sichtbarer Ausdruck regionaler Architekturentwicklung. Neue Gebäude und Siedlungsflächen sind dagegen längst nicht so als Imagefaktor im Bewusstsein der Menschen verankert. Gewerbegebiete, Einkaufszentren, Einfamilienhaussiedlungen machen oft 80 % des Stadtgebietes aus, waren aber bisher kaum in die Architekturdiskussion einbezogen. Die Zwänge, die in den vergangenen Jahrhunderten eine gewisse Geschlossenheit des Formen- und Materialkanons bewirkt haben, sind heute weitaus aufgehoben.
"Hatte früher jede Kulturlandschaft ihre regionale Besonderheit,
ihr unverwechselbares Gesicht, so schwindet dieser regionale Bezug und
damit die regionale Identität. Die Mobilität des Einzelnen, die Verfügbarkeit
verschiedenster Baumaterialien und ein Überangebot der Baustoffmärkte
lösen die Bindungen an den Standort auf." (Prof. Marie Luise Niewodniczanska)
Der Nutzen einer regionalen Baukultur liegt nicht zuletzt in der Außendarstellung einer Region, in der touristischen Vermarktung durch "Alleinstellungsmerkmale" mit Wiedererkennungswert und in der Entwicklung und Bindung regionaler Potenziale (z. B. Handwerk). Sie kann eine Region und ihre Geschichte "in Wert setzen" und damit die Wertschätzung ihr gegenüber erhöhen. Baukultur ist ein Gemeinschaftswerk, aber keine öffentliche Aufgabe - sie kann nicht verordnet werden, sondern muss als konstruktiver und kreativer Dialogprozess in den Dörfern und Städten entwickelt werden. Eine Auseinandersetzung mit den zu bewahrenden historischen Werten und den nach außen sichtbar zu machenden zeitgemäßen Wertvorstellungen ist dazu ein wichtiger Beitrag. "Schöpft ein Entwurf allein aus dem Bestand und der Tradition, wiederholt er das, was ein Ort ihm vorgibt, fehlt mir die Auseinandersetzung mit der Welt, die Ausstrahlung des Zeitgenössischen. Erzählt ein Stück Architektur nur Weitläufiges und Visionäres, ohne ihren konkreten Ort zum Mit-schwingen zu bringen, vermisse ich die sinnliche Verankerung des Bauwerks an seinem Ort, das spezifische Gewicht des Lokalen." (Peter Zumthor, Architekt, Schweiz) Die Protokolle der Arbeitsgruppensitzungen und weitere Dokumente finden Sie im Download-Verzeichnis
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Arbeitsgruppe
3: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Das Handlungskonzept Mittelrheintal von Koblenz bis Bingen von 1997 war wesentlicher Bestandteil des Antrags zur Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO 2002. Das darin formulierte Leitmotiv sowie die Leitbilder sind sozusagen als Ursprung der jüngst gestarteten "Initiative Baukultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal" zu sehen. Die Baufibel als Produkt des gesamten Prozesses soll als Bau(hand)buch der Städte Lorch/Rhein und Rüdesheim am Rhein, für die Öffentlichkeit sichtbares und praktisches Ergebnis der Initiative "Baukultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal" sein. Sie ist als Resultat des nun begonnenen Diskurses von Bauwilligen, Handwerkern Planern, Architekten und allen baukulturell Interessierten als Leitfaden für zeitgemäßes regionales Bauen und Gestalten in den traditionsreichen Städten Lorch/Rhein und Rüdesheim am Rhein zu verstehen. Sie gibt Empfehlungen für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und leistet eine Beitrag zur Förderung regionaltypischer, ökologischer und innovativer Bauweisen. Sie gibt Bauherren Orientierungshilfe für Sanierung, Umbau und Erweiterung ihrer Häuser sowie Empfehlungen für den Bau neuer Häuser. Darüber hinaus dient sie den Kommunen als Ratgeber und Entscheidungshilfe bspw. bei der Bauleitplanung und der Beurteilung von Bauvorhaben. Voneinander lernen im Sinne von "Best Practices" durch Erfahrungsaustausch mit ähnlich strukturierten Welterbegebieten wie bspw. die Wachau in Österreich oder dem Loire-Tal in Frankreich ist ein angestrebtes Ziel des Projekts. Die Einbettung des Projekts in die Initiativen der UNESCO, des Bundes (Stiftung Baukultur) und des Landes Hessen, könnte Ergebnis des breit angelegten Diskussionsprozesses der "Initiative Baukultur Im Welterbe Oberes Mittelrheintals" sein. Nach dem Motto "Baukultur macht Schule" ist es beabsichtigt, junge Menschen für historische Bauten, für Ensembles und die Kulturlandschaft in den Städten Lorch/Rhein und Rüdesheim am Rhein zu begeistern. Entscheidend für das Gelingen des Projekts ist die Planungsmethode bzw. -kultur. Die Initiative Baukultur ist als öffentliches und konsequent offenes Verfahren mit lebendiger Interdisziplinarität und konkreter Entscheidungsfindung angelegt. Es wird sowohl in parallelen Teams (Arbeitsgruppen) als auch in gemeinsamen Foren (Fachkonferenzen, Fachexkursionen) "gearbeitet". Es sollen keine Regelungen oder Festsetzungen vorab getroffen werden. Die "Arbeit" auf ein gemeinsames Ziel steht im Vordergrund (ergebnisoffen und ergebnisorientiert). Die Einbeziehung des lokalen Sachverstands ermöglicht den Blick von Innen und zeigt Defizite und Handlungsfelder auf. Ein neutraler Blick von Außen (externer Sachverstand) schafft Perspektiven und bietet Vergleichsmöglichkeiten. Lösungsansätze werden erörtert und gemeinsame Ergebnisse gefunden. Wichtig in allen Phasen ist die Transparenz durch permanente Information und Dokumentation (Medienarbeit). Somit wird die Vertrauensgrundlage für unterschiedliche Interessengruppen geschaffen. Die Zusammenarbeit wird auf der Grundlage einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit wesentlich erleichtert. Dazu trägt vor allem eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit (Internet, Presse, etc.) bei. Die praktische, unentgeltliche Bauberatung rundet das Projekt ab. Sie bietet konkrete Hilfestellung am einzelnen Objekt bei Sanierung, Renovierung, An- und Neubau sowie bei der Gestaltung von Freiräumen, Grünflächen und Gärten. Die Protokolle der Arbeitsgruppensitzungen und weitere Dokumente finden Sie im Download-Verzeichnis
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